Social Media in der Gastronomie: Mehr Emotion, weniger Essen
Erfahre, warum Hochglanzfotos auf Social Media nicht mehr ausreichen und wie Gastronomiebetriebe mit authentischen Geschichten, echten Erlebnissen und emotionalem Content ihre Gäste wirklich erreichen. Wir klären auf, wieso Menschen essen gehen und warum Restaurants aufhören müssen ihr Essen zu fotografieren.
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Warum gehen Menschen 2025 essen? Und was hat das mit Social Media zu tun?
Im Jahr 2025 ist der Restaurantbesuch weit mehr als nur Nahrungsaufnahme – er ist ein soziales Erlebnis, ein Moment des Genusses und eine bewusste Auszeit vom Alltag. Laut einer Studie von TheFork gaben 48 % der Befragten an, regelmäßig Restaurants zu besuchen, ein Anstieg gegenüber 38 % im Vorjahr. Bei besonderen Anlässen stieg die Zahl auf 75 %. TheFork Manager
Diese Entwicklung zeigt: Menschen suchen nach authentischen Erlebnissen und emotionalen Verbindungen. Sie wollen nicht nur essen, sondern genießen, entdecken und sich mit anderen austauschen. Social Media bietet Gastronomen die Möglichkeit, diese Emotionen einzufangen und zu teilen – vorausgesetzt, sie nutzen die Plattformen richtig.
Das Problem: Zu viel Perfektion, zu wenig Emotion
Viele Gastronomiebetriebe präsentieren auf ihren Social-Media-Kanälen perfekt inszenierte Bilder von Speisen und Getränken. Doch diese Hochglanzaufnahmen wirken oft steril und unpersönlich. Was fehlt, sind die Geschichten, die Menschen und die Atmosphäre, die einen Restaurantbesuch besonders machen.
Ein Artikel auf GGM Gastro weist darauf hin, dass ein häufiger Fehler in der Gastronomie darin besteht, sich zu sehr auf Produktbilder zu konzentrieren und dabei die emotionale Verbindung zum Gast zu vernachlässigen. Blog - GGM Gastro International GmbH
Die Lösung: Emotionale Geschichten erzählen
Statt nur Produkte zu zeigen, sollten Gastronomen Geschichten erzählen – über ihre Mitarbeiter, ihre Gäste und die besonderen Momente im Restaurant. Authentische Inhalte schaffen Vertrauen und fördern die Bindung zur Marke.
Best Practices:
- Red Bull: Das Unternehmen zeigt in seinen Kampagnen nicht nur das Produkt, sondern erzählt Geschichten von Extremsportlern und Abenteurern, die Emotionen wecken und die Marke erlebbar machen. Gerade auf Instagram finden sich nahezu keine Fotos der bekannten Dosen, sondern Erlebnisse und Aktion. Alles eben, was der Kunde mit der Marke verbinden soll.
- Kaprica Restaurant: Dieses Restaurant nutzt TikTok und Instagram, um emotionale Videos zu teilen, die die Atmosphäre und das Erlebnis im Lokal einfangen, anstatt nur Speisen zu präsentieren. Hier wird Emotion verkauft, statt Essen.
- 87 Mamma Lina in Baden-Baden: Hier steht der Koch im Mittelpunkt der Social-Media-Strategie. Kurze, humorvolle Videos zeigen die Zubereitung von Gerichten und geben einen Einblick hinter die Kulissen. Steht das nicht gegen die Eingangs erwähnte "Emotion statt Essen Theorie"? Schaut euch die Videos an und sagt mir, ob ihr nicht auch direkt Lust bekommt, euch von diesem Koch bekochen zu lassen.
Fazit: Authentizität gewinnt
In einer Zeit, in der Gäste nach echten Erlebnissen suchen, ist es für Gastronomiebetriebe entscheidend, auf Social Media authentisch und emotional zu kommunizieren. Statt nur Produkte zu zeigen, sollten Geschichten erzählt werden, die die Atmosphäre und das Erlebnis im Restaurant widerspiegeln.
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